WiBl


Wirtschaftslehre 2.0


Ausbildungs- und Arbeitsvertrag

Arbeitsvertrag

  • bildet die rechtliche Grundlage für das Arbeitsverhältnis
  • AG ist verpflichtet spätestens einen Monat nach dem Arbeitsverhältnis,
  • Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen,
  • zu Unterzeichen und den AN auszuhändigen.

Arten von Arbeitsverträge

  • unbefristeter Arbeitsvertrag
  • befristeter Arbeitsvertrag
    • Kalender-mäßige Befristung
      • Beendigung mit Fristablauf –> keine Kündigung nötig
    • Zweckbefristung
      • Beendigung mit Zweckerreichung z. B. Schwangerschaftsvertretung

 

Ausbildungsvertrag

  • ist ein zweckbefristeter Vertrag zwischen Azubi und Ausbilder
  • der Vertrag muss vor Ausbildungsbeginn schriftlich vorliegen
  • enthält Mindestangaben die im BBiG § 11 geregelt sind

Befristeter Arbeitsvertrag

  • Höchstdauer der grundlosen Befristung beträgt 2 Jahre
  • Dreimalige Verlängerung in den 2 Jahren möglich
  • AUSNAHME: Ein Ausbildungsverhältnis stellt kein Arbeitsverhältnis dar.
  • können nur gekündigt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt

Unbefristeter Arbeitsvertrag

  • Regelt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis
  • nach 2 Jahren grundloser Befristung muss AN in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis aufgenommen werden

Berufsbildungsgesetz (BBiG)

  • Grundlage für den betrieblichen und überbetrieblichen Teil der beruflichen Bildung
  • enthält Angaben zur Gestaltung des BBi-Vertag
  • und zu den Pflichten der Azubis und Ausbilder

Jugendarbeitsschutzgesetz

  • schützt die Gesundheit minderjähriger Menschen
  • Wichtige Regelungen z.B.:
    • Dauer der Arbeitszeit
    • Ruhepausen
    • Unterweisung über Gefahren

Pflichten aus einem geschlossenen Arbeitsvertrag für

Arbeitgeber:

Beschäftigung:  vertraglich festgelegte Tätigkeit

Vergütung: Gehalt, Urlaubsgeld, Vermögenswirksame Leistungen,Überstunden. Pünktliche Bezahlung

Fürsorge: Arbeitszeitgesetz, Unfallverhütungsvorschriften, durch Abführung der Sozialversicherungsbeiträge

Zeugnis: Bei Beendigung und Zwischenzeugnis

Arbeitnehmer:

Arbeitsleistung: Bemühung der vereinbarten Arbeitsleistung zu erbringen

Gehorsamspflicht: Anweisung ausführen

Sorgfaltspflicht: Arbeits- und Betriebsmittel pfleglich behandeln

Schweigepflicht: Betriebsgeheimnis muss gewahrt bleiben

Betriebsordnung: z.B Arbeits- und Pausenzeiten einhalten

Wettbewerbsverbot: keine Konkurrenz durch Schwarzarbeit

Erholung: Wochenende und Feiertag nicht gegen Entgelt arbeiten

 

 


Duales System

Vorteile:

  • Ausbildung ist praxisbezogener
  • Azubis lernen sich an betrieblichen Abläufen anzupassen
  • abwechslungsreicher
  • preiswerter für den Staat, als eine voll-schulische Ausbildung

Nachteile:

  • Mangel an Ausbildungsplatz im Wunschberuf
  • Ausbildungsplätze reichen oftmals nicht aus
  • große qualitative Unterschiede in der betrieblichen Ausbildung
  • Abstimmungsprobleme zwischen Schule und Betrieben möglich

 

Schule und Betrieb abgestimmte Zusammenarbeit

Schule :

  • Vermittlung der theoretischen Ausbildungsinhalte
  • Erweiterung der allgemeinen Bildung (z.B. Englisch, Deutsch, Politik)
  • beaufsichtigt durch: Kultusministerium der Länder
  • gesetzliche Grundlagen: Schulgesetz, Lernzielkataloge

Betrieb:

  • Vermittlung der praktischen Ausbildungsteile
  • Einführung in die Arbeitswelt
  • beaufsichtigt durch die zuständigen Kammern
  • gesetzliche Grundlage: Berufsbildungsgesetz

Sozialer- und Technischer Arbeitsschutz

Sozialer Arbeitsschutz

  • Arbeitszeit 8 Stunden , kann allergings auf 10 Stunden erweitert werden (von Beginn bis Ende der Arbeit ohne Ruhepausen gerechnet)
  • Wenn im Tariefvertag kürzere Zeiten festgelegt sind, gelten diese als Höchstgrenze
    • z.B  Tariefvertrag besagt 33 Stunden pro Woche aber der Hausvertrag sieht nur 32 Stunden vor!
  • Ruhepausen bei 6-9 Stunden mindestens 30 min. Bei mehr als 9 Stunden sogar 45 min.                Zu beachten ist
    • Ruhepausen werden nicht als Arbeitszeit vergütet.
    • Mindestens 15 min
    • nicht länger als 6 Stunden ohne Ruhepause
    • Müssen im Voraus festgelegt werden
    • Ruhezeit mindestens 11 Stunden bis zum nächsten Arbeitstag
  • Wenn Sonn- und Feiertags gearbeitet wird muss ein Ausgleichstag innerhalb 14 Tage geschaffen werden
    • Es müssen mindestens 15 Sonntage im Jahr geschäftsfrei bleiben