Elementarisches Gestalten


Punkt, Linie, Fläche, Bildsprache

1. Punkt

1.1 Punkt aus gestalterischer Sicht

  • geometrische oder freie Form, die so groß klein wirkt wie ein Punkt

1.2 die Grenze, dass man nicht mehr von einem Punkt spricht

  • wenn der Punkt größer wird und als Fläche wirkt

1.3 Anordnungen und Wirkung

  • in der Mitte: strahlt Ruhe aus
  • Randabstand sind symmetrisch
  • Unterschiedliche Abstände: entsteht Spannung
  • oben: wirkt leichter, erzeugt auc Spannung
  • unten: wirkt ruhig und schwer
  • rechts: wirkt stabil
  • links: wirkt instabil

2. Linie

2.1 Linie aus gestalterischer Sicht

  • enge Anordnung von Einzelelementen, die zusammen als Einheit wirken

2.2 Ausrichtungen bei geraden Linien

  • Horizontal
  • Vertikal
  • Diagonale
  • links unten nach rechts oben-steigende Wirkung
  • links oben nach rechts unten -fallende Wirkung

2.3 Linienformen neben den geraden  Linien

  • gebogenen Linien: Wellenformen, Spirallen, Kreise, Ellipsen, frei Geschwungen
  • offene und geschlossene Formen

2.4 Wie kann der Blick durch den Einsatz von Linien gelenkt werden?

  • Parallele Linien : Blick folgt nicht der Ausrichtung sondern der Richtung der Reihung
  • Linen mit Pfeilspiten : eine Bewegungs Richtung
  • Pfeilspitzen nach links fallen stärker aus führen den Blick zurück

3. Fläche

3.1 Fläche aus gestalterischer Sicht

  • Punkt und Linie größer werden könene sie als Fläche wahrgenommen werden

3.2 Flächenformen in dem Text

  • Nicht geschlossene Linien
  • Schraffuren und Texturen
  • geometrische und nicht geometrische (organische) Formen
  • Mischformen

3.3 Modifikation (gestaltbare Merkmale) von Flächen

  •  Form (Bsp. goldener Schnitt ), Größe, Proportion, Füllung und Farbe

4. Punkt Linie und Fläche

4.1 Beziehung von Punkt, Linie und Fläche zueinander

  • Punkt kann zur Linie werden und Linie zur Fläche

5. Bildsprache

5.1 Was versteht man unter Bildsprache?

  • ensteht aus der inneren Struktur eines Bildes
  • wichtigsten strukturbildenden Elemente Linien und Flächen
  • zusammenspiel von: Linie, Farben und Konturen
  • Basiselement der Bildsprache: Bildformat
    • äußere Form und  Charakter des Bildes
  • Bildschemata (Linen, Flächen, Farben, Konturen, Bildformat) erzeugen:
    • Assoziationen und Haltungen
    • Gefühle, Spannungen oder Entspannungen
  • Darum merke:

Wenn Wirkungen auf den Betrachter nicht Berücksichtigt werden, können Inhalte und Symbolwirkungen transportiert werden, die entgegengesetzt der beabsichtigten Bildaussage stehen.

5.2 Was sollen Bilder kommunizieren?

  • Botschaft ohne Worte vermitteln
  • Emotionen wecken
  • Neugierde und Intressen wecken
  • Assoziationen wecken
  • Erfahrungen ansprechen
  • Überraschungsefekte erzeugen

5.3 Wodurch können Bilder kommunizieren ?

  • Farbgestaltung
  • Bildaufteilung
  • Lichtgestaltung
  • Motiv
  • Kontrast/ Harmonien
  • Anforderungen
  • Bildgröße
  • Gestaltungselemente
  • Bildformate

Bildsprache Teil 2

5.1 ,, Ein Bild sagt 1000 Worte.“ Nehmen Sie zu dieser Aussage Stellung.

  • Aussage eines Bildes ist selten eindeutig

5.2 Welche bedeutung hat der Kontext für die Wahrnehmung eines Bildes?

  • Das gleiche Bild in einem veränderten Kontext verändert auch seine Aussage

5.3  blickführenden Blidlinien

EIn Bild von einem Zaun der ein Bildrichtung anweistBeispiel : Bildlinien am Zaun, Schatten, Horizontale und Vertikale

https://www.drweb.de/bildgestaltung-im-foto-die-gezielte-blickfuhrung-visuelle-moglichkeiten/

5.4 Faktoren der Bildgestaltung

  • Bildausschnitt
  • Farbstimmung
  • Schärfentiefe
  • Aufnahmestandort
  • Perpektive
  • Beleuchtung

5.5 Blickrichtung

  • funktioniert fast wie das lesen eines Textes
  • Bilderfassung: von links nach rechts (Kulturunabhänig)
  • nicht immer: Bildteile mit besonderem Interesse können den Blick lenken
    • hat Auswirkungen auf die Bildgestaltung
    • Darum: Blick des Betrachters (Wichtige Elemente) für wichtige Elemente im rechten Bereich positionieren
      • Blick kommt somit zur Ruhe

6. Bildausschnitt

  • Fotos sind Abbilder der Welt
  • nicht die Realität, nur einen Ausschnitt davon
  • Alle Elemente eines Bildes haben einen Zweck:
    • vermittlung von Botschaften zum Betrachter
  • Der Bildausschnitt ist neben der Anordnung der Elemente des Motives und der angewendeten Fototechnik das wichtigste Mittel der Bildgestaltung
    • Darum merke: Änderung des Bildausschnitts = Ändert der Bildwirkung
    • Beispiel: Motorrad mit technischen Details vs. großer Bildausschnitt
    • Somit ist der Bildausschnitt besonders hinsichtlich der gewünschten Bildaussage zu beachten

7. Bildaufbau und den möglichen geometrischen Richtlinien

  • Alle Bilder haben an ihren Seiten Grenzen
    • Somit wird nur ein Ausschnitt der Rialität gezeigt
  •  Mittige Ausrichtung: Langweilig und Spannungsarm
    • Lösung: beachte Geometrische Richtlinien, um spannende und ungewöhnliche Bilder zu erzeugen

a. Goldener Schnitt:

  • Bekanntestes Harmoniegesetz
  • Bildaufbau: der Blickpunkt des Hauptmotivs im Schnittpunkt der Teilungslinien des Bildformats platzieren ( siehe Bsp.)
  • Alle Teile des goldenen Schnitts sind nich gleich groß
    • Beispiel: 1 Drittel Himmel, 2 Drittel Boden

      Ein Bild vom Goldenen Schnitt sowie die Drittelregel

      Beispiiele für ein Bildaufbau: Schnittpunkt in Rot

 

 

b. Drittel Regel:

  • Vereinfachte Form des Goldenen Schnitts
  • Bild wird in 9 gleichgroße Bereiche aufgeteilt
    • Beispiel: 50% Himmel und 50% Boden

 

8. Die Linie Führt das Auge

  • Linien führen durch das Bild
  • Hierzu zählt auch:
    • Kanten, Flächen, Treppen, Reihungen von Elementen
  • Wirkung von Linien:
    • Schräg: Dynamisch (aufsteigend, absteigend)
    • Waagerecht/ Senkrecht:
      • Gliedern das Motiv
      • Vermitteln Ruhe und Ordnung